Kein anderes Fest hat im christlichen Glauben glauben so eine große Bedeutung wie Ostern. In fast allen Gemeinden standen die kommenden Tage fest im Kalender, auch im Trennfurt wurde ab Gründonnerstag bis Ostersonntag in vielen unterschiedlichen Formen das Leiden und Sterben Jesu betrachtet und seine Auferstehung gefeiert.
Am Gründonnerstag waren wir mit hineingenommen in den Garten Getsemani. Vor einem großen Banner mit Olivenbäumen gedachten wir in Stille und Meditation dem Leiden und den Ängesten Jesu. Nach der Aussetzung des Allerherilisten im Garten Getsemani und einem stillen Verweilen, wurde der Altar abgeräumt, damit für Karfreitag alles leer ist – Verlassen – Jesus wird sterben.
Karfreitag der tradionelle Kreuzweg am Nachmittag die Karfreitagsliturgie mit Kreuzverehrung. Jeder brachte eine Blume zum Kreuz.
Am Abend die feierliche Grablegung. Seit vielen Jahren wird das heilige Grab aufgestellt in welchem Jesus beigesetzt wird. Berührende Texte und Lieder umrahmen diese Feier, die durch die Abenddämmerung eine ganz außergewöhnliche Stimmung bekommt.
Der Karsamstag begann mit der Lichterfeier am Osterfeuer vor der Kirche. In diesem Jahr stand der Schmetterling im Mittelpunkt, als Symbol, für den Übergang vom Tod zum Leben, Hoffnung und Leichtigkeit. Die Geschichte am Feuer:
„Der Schmetterling und das Osterlicht“
angelehnt an das Evangelium nach Johannes. Als Maria auf dem Weg zum Grab war und von einem Schmetterling berührt wurde ist bei den überraschend vielen Besuchern sehr gut angekommen. Etwa 15 Kinder sind als Schmetterlinge bei dem Lied Sheperd Moons von Enja vor dem Feuer in Erscheinung getreten. Schwerelos sah das aus, ganz leicht und froh. Die Erzählerin in der Rolle als Maria sah ihnen nach: „Ihr kommt aus einer anderen Welt, wo es leicht und bunt und hell ist.“
Als Maria weiter ging zum Grab, erschrak sie als der Stein verschwunden war, der am Freitag die Grabhöhle verschlossen hatte.
Ein großes Banner wurde erleuchtet und zeigte in rottönen das beleuchtet leere Grab. Mit zitternder Stimme fragte sie den Gärtner, wo sie Jesus finden könnte.
Er sprach nur 1 Wort: „Maria“. Und sie erkannte, das war Jesus selbst, er lebt. Jesus war auferstanden. Da machte Maria Herz einen Luftsprung und alles Schwere war wie weggeblasen. Das Lied von Lena Belgart untermalte die feierliche Stimmung. „Ich habe noch nie eine Liebe wie die Deine gefunden, nichts kann mich trösten wie ein Blick von dir. Stiller Begleiter meiner einsamen Stunden, Freund bist du mir.“
Gerade als Maria den Garten verlies sah sie die Schmetterlinge noch einmal. Sie musste lächeln, ihr Herz war ganz leicht. Sie dachte: Was für ein Wunder! Gott macht das Leben neu! Man spürte förmlich die besondere Athosphäre, die durch die Verbindung von Tradtion und modernen Elementen (wie der Schmetterlingsoptik in der Kirche) entstanden ist. Der Übergang vom Tod zum Leben wurde durch die Kinder-Performance und der Geschichte vom Osterlicht für alle Generationen greifbar gemacht. Die Kinder bekamen für ihren Auftritt spontan Applaus.
Nach der Segnung des Osterfeuers wurde die Osterkerze entzündet und in die Kirche eingezogen. Die Kirche war mit einem Sternenhimmel beleuchtet an den Wänden fand sich das Thema des Gottesdienstes wieder, es waren Schmetterlinge an die Wände projeziert.
Der Einsatz von Musik (Enja, Lena Belgart, Martin Pepper) und visuellen Effekten (Sternenhimmel, Schmetterlings Projektionen) scheint die Osterbotschaft sehr tiefgreifend vermittelt zu haben.
Mit dem Lumen Christi wurde in die Kirche eingezogen. Dann erklang das Exultet, das Loblied auf die Osterkerze. Bei dem Lied von Martin Pepper Licht ist dein Kleid wurden in der Kirche noch einige Lichter entzündet. Die Osterkerze in diesem Jahr von den Kommunionmüttern gestaltet wurde gesegnet. Es folgten 2 Lesungen. Die Schöpfungsgeschichte und der Durchzug durch das rote Meer waren für das Volk Israel bedeutende Ereignisse. Ohne Gottes Hilfe wären sie gefangen und zu Tode gekommen. Gott führt in die Freiheit und schenkt auf wunderbare Weise Leben – damals wie heute.
Nach einem Impuls über den Schmetterling an Ostern waren die Kinder und auch Erwachsene aufgefordert das große Holzkreuz mit Schmetterlingen zu schmücken. Dabei wurde das Lied abgespielt: „Meine Seele singe, Halleluja lobt den Herrn“ und das Kinderlied „Hallo bunter Schmetterling, du steckst uns allle an, die Welt ist ganz verändert, man kann es kaum verstehen, vielleicht ist über Nacht ein Wunder geschehen“.
Es folgte die Segnung des Osterwassers und mit dem Lied „Siehe ich mache allles neu“ wurde das Wasser an die Kirchenbesucher verteilt.
Das gemeinsame Schmücken des Kreuzes, das Einbinden der Kinder beim Vater unser rund um den Altar und beim anschliesenden Tanz stärkten das Miteinander.
Fleisige Frauen haben mit viel Liebe 600 Eier gefärbt und bemalt, auch diese wurden gesegnet und konnten danach für eine Spende erworben werden. Diese ging in an das Kinderhospitz Frankfurt und an das neue Paliativ Zentrum in Aschffenburg. Wir konnten 720 Euro weitergeben. Danke allen Spendern.
Mit dem Lied: „Jesus lebt, er ist mitten unter uns, Jesus lebt, er ist hier bei mir“ und einem Tanz mit Gebärden endete ein fröhlicher Gottesdienst, der mit spontanem Applaus bedacht wurde.
Ein feierlicher Auszug mit den Kindern und dem Lied: „Jesu lebt, bringt uns das Glück, freut euch Jesu lebt er hat den Tod besiegt, singt laut, ruft es aus, er ist hier füllt unser Haus“. Und es war tatsächlich so. Wir waren überrascht von den zahlreichen Besuchern, die nur positve Rückmeldungen gegeben haben. Eine Frau meinte, so eine schöne Osternacht habe ich noch nicht erlebt, ich bin 87 Jahre und sehr beglückt. Ein Lob das uns verpflichtet weiter den etwas anderen Weg zu gehen im Sinne von Jesus.
Für die Pfarrei Trennfurt Katharina Völker















