logo PG Johannes Nepomuk

Ein Herzinfarkt des Ehepartners, eine Trennung von der Ehefrau, schwere Erkrankung der Tochter, Abschied vom geliebten Vater. Es gibt so vieles, was uns im Leben herausfordert…

Und hilft dann der Glaube?“ fragte mich jemand.

Ich glaube tatsächlich, dass der Glaube hilft, dass wir glücklich sind und werden, inmitten und trotz aller Verwundungen und Unvollkommenheiten. Dennoch suche ich nach wissenschaftlichen Erkenntnissen für meine Glaubensaussage und lese zum Beispiel beim Resilienzforscher Martin Schneider:

Gottvertrauen kann als Schlüssel für Krisenbewältigung verstanden werden und kann eine Kraftquelle sein, um Schweres durchzustehen. Weil wir uns von Gott getragen fühlen, können wir gelassen mit der Situation umgehen“

Der entscheidende Faktor aber scheint zu sein, so meint Schneider aufgrund empirischer Untersuchungen zur Frage von Religion und Resilienz –, dass religiöse Menschen eher von Gemeinschaften aufgefangen werden. Sie sind nicht nur resilienter, weil sie gläubig sind, sondern weil sie mit einer Glaubensgemeinschaft verbunden sind. Sie können, wenn diese Glaubensgemeinschaft aktiv gelebt wird, auf die Unterstützung von anderen vertrauen.

Ich bin dankbar, dass manch einer aus unserer Gemeinschaft diese Verbundenheit erlebt hat, hoffentlich nicht allzu oft vermisst hat oder enttäuscht wurde… Trotz allem brauchen wir unsere Glaubensgemeinschaften, die sich sehen, sprechen und das Leben miteinander teilen.

Gemeindereferentin Gabriele Spahn-Sauer

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